Liederabend anlässlich des 95-jährigen Bestehens des GV Frohsinn Rot

„Liebe ist… sich bei Musik versöhnen“ lautete der auf Anhieb ins Auge fallende Titel der Veranstaltung, zu welcher der Gesangverein Frohsinn Rot mit dem Männerchor, dem Frauenchor, dem Projektchor und der Garde in die neue Multifunktionshalle an der Parkringschule geladen hatte aus Anlass seines 95-jährigen Bestehens. Es war weit mehr als nur ein Konzert, was der Frohsinn Rot seinem erwartungsvollen Publikum bot:

Ein abwechslungsreiches Konzeptevent mit Liedern seiner Chöre und Sketchen, ebenso humorvoll wie locker moderiert von zwei „Eigengewächsen“, Marius Sandritter und Anja Vogel, die dabei unversehens in die Schauspielrollen eines sich findenden Paares mit Höhen und Tiefen ihrer sich entwickelnden Beziehung schlüpften und den roten Faden zwischen den ausgewählten Gesangsdarbietungen knüpften.

Der Hit „ Männer und Frauen“ der Band „Ärzte“, der aus der Konserve kam, war thematische Einstimmung und buchstäblicher Auftakt des Abends, bevor der Männerchor mit seinem Dirigenten und dem ersten Grönemeyer-Titel „Männer“ die erste gesangliche Initiative ergriff.
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Marius Sandritter erzeugte mit seiner ersten Moderation den romantisierenden Ausgangspunkt der ersten Liebe als junger Mann und die nachfolgenden Enttäuschungen, die der Männerchor mit dazu passenden Liedern wie „Mein Mädchen“ und „Tedddybär“, „Schieme“ sowie „Drei lachende Mädchen“ und der Projektchor mit grundverschiedenen Titeln wie dem Gospel „This little light of mine“ und dem „Badnerlied“ gesanglich vervollständigte.
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Die von dem Jüngling schließlich gefundene große, wahre Liebe trat dann in Person der Ko-Moderatorin und Ko-Darstellerin Anja Vogel auf die Bühne, die zu zwei gesanglichen Darbietungen des Frauenchors überleitete: „You´ll be in my heart“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht.“
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Vor welchen Herausforderungen eine frisch Verliebte stehen kann, zeigte sich in dem eingeschobenen närrischen Sketch „Männerschnupfen“, bei dem der geliebte Partner mit einer kleinen Erkältung im Krankenhaus landet. Der dabei vorgetragene Song „Hush“ des Projektchors veranschaulichte in Verbindung mit einem leibhaftig auftretenden Sensenmann die „Nahtoderfahrung“ des jungen Mannes.
Mit dem nachfolgenden Lied „Die Getränke sind frei“, einer Umdichtung des bekannten Titels „Die Gedanken sind frei“ und einem deftigen Sketch „Drei Männer auf der Toilette“ wurde das begeisterte Publikum auf die anstehende Pause eingestimmt.
Der vielfältige Mix unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen des Männerchors von traditionellen Liedern, über umgedichtete Gospels bis hin zu aktuellen Popsongs wurde danach fortgesetzt mit Titeln wie „Rock mi“, „Im grünen Wald“, „Lord I want“, „Aus der Traube“, „Good News“ und „Weit weg“. Garniert wurden die gesanglichen Darbietungen mit choreographischen Einlagen von Tänzerinnen der Garde und unterhaltsamen Sketchen, in denen typische Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau persifliert wurden. Außerdem gab Marius Sandritter mit dem Vortrag eines Heinz Erhardt-Gedichts eine Kostprobe seines rezitatorischen Könnens.
Auch der rote Faden der Beziehungsgeschichte wurde fortgesetzt: Dem jungen Paar bleiben Beziehungsprobleme nicht erspart, doch am glücklichen Ende steht die Erkenntnis: “Liebe ist, . . . sich zu versöhnen.“ Die dazu passenden Gesangstitel steuerten der Frauenchor mit „I will survive“, und „One moment in time“, der Projektchor mit „The lion sleeps tonight“ und Leonard Cohens „Hallelujah“ sowie der Männerchor mit „Die Rose“ bei.

Zum Finale versammelten sich alle auf der Bühne und rissen mit dem Song „Rock mi“ das begeisterte Publikum ein weiteres Mal mit.
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Der Vereinsvorsitzender Michael Pisot würdigte die großartigen Leistungen des Moderatorenteams Anja Vogel und Marius Sandritter, der Sängerinnen und Sänger, der Tänzerinnen, der Schauspielerinnen und Schauspieler, dankte den beteiligten Dirigenten Gerhard Schramm (Frauenchor) und Thomas Reisig (Männerchor und Projektchor), der auch der Ideengeber der Veranstaltung war, sowie dem Verfasser der Umdichtungen bekannter Songs, Klaus Wendelberger. Den Beteiligten, aber auch dem begeisterten Publikum dürfte dieses abwechslungsreiche, vielfältige, großartige „Event“ nachhaltig in Erinnerung bleiben.

A.Kamuf – Mit freundlicher Genehmigung aus der Rhein-Neckar-Zeitung entnommen.
Fotos: Frau Hecker-Petrova

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