3-Tages Ausflug des Projektchores ins Große Walsertal und den Bodensee

Schon vor längerer Zeit wurde mit der Idee gespielt wieder ein Projektchor ins Leben zu rufen, der für ein bestimmtes Ziel Lieder einstudieren und üben soll. Das Ziel hieß diesmal, „Singen bei der Bergmesse auf der Klesenza Alpe“ im Großen Walsertal, die vom Erzbischof Stephan Burger gehalten wird. So wurde schon im Februar begonnen entsprechende Werbung zu platzieren um interessierte Sänger zu finden. In den Monaten darauf wurde immer wieder fleißig geprobt und einige Lieder einstudiert, die Singstunden fanden dabei im 14-tägigen Rhythmus statt.
In wochenlanger Vorbereitung wurde die Fahrt sorgfältig geplant und alles Entsprechende organisiert. Hauptverantwortlich dafür war hier in erster Linie Norbert Anzlinger, der hier schon mal vorab erwähnt, einen tollen Job gemacht hat.

So traf man sich dann am Freitagmorgen, den 18. August 2017 schon ab 7:45 Uhr zum Vorbereiten der Abfahrt. Neben dem Verstauen der Koffer wurde auch noch Proviant in fester und flüssiger Form für „unterwegs“ eingeladen. So war die Staufläche des Busses (Reisebüro Weis) gut gefüllt als sich dann die Reisegruppe pünktlich gegen 8:00 auf zur Fahrt machte.
Zügig ging es via der A5 nach Karlsruhe, dann der A8 entlang bis zum Stuttgarter Kreuz wo dann der Abzweig nach Singen genommen wurde. In Höhe Rottweil fanden wir gegen 10:30 Uhr einen geeigneten Rastplatz, wo fleißige Helfer dann im Handumdrehen zur Stärkung das „Sängerfrühstück“ auftischten. Dabei gaben wir dann auch die ersten Lieder zum Besten, bevor die Fahrt in Richtung Lindau fortgesetzt wurde.
Dort sind wir dann gegen 13.30 Uhr angekommen (Lindau ist eine große Kreisstadt und liegt am östlichen Ufer des Bodensees im Dreiländereck Deutschland – Österreich – Schweiz. Ihr historisches Zentrum ist die insgesamt unter Denkmalschutz stehende Altstadt). Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, sodass jeder das machen konnte auf das er gerade Lust hatte: Die Altstadt erkunden, Eis essen da sehr heiß an diesem Tag, Biergarten usw. Um 16:30 hieß es wieder „alle Mann an Bord“ und der Weg führte uns nun in Richtung Österreich, Pfändertunnel, dann der A14 entlang zum Schlosshotel in Bludenz, unser Domizil der nächsten 2 Tage. Die Zimmerverteilung verlief reibungslos, sodass wir uns schon um kurz vor 19:00 Uhr zu einem Begrüßungstrunk im Vorhof des Hotels treffen konnten. Danach war das gemeinsame Abendessen angesagt das uns allen hervorragend geschmeckt hat, dazu gab es noch die entsprechenden Getränke und natürlich Gesang (auch um unsere Heimat zu bekunden das „Badnerlied“). Den Rest des Abends ließ man dann gemütlich und gesellig ausklingen.

Für das Frühstück am 19. August 2017 wurde keine feste Uhrzeit festgelegt, es gab nur zu beachten dass die Abfahrt nach Bregenz um 10:00 Uhr ist. Daher konnte jeder nach seinem „Zeitplan“ den Morgen beginnen und frühstücken. Das Frühstückbuffet war sehr reichlich und wir wurden von einem sehr aufmerksamen und freundlichen Personal bedient.
Alle Ausflugsteilnehmer waren dann auch pünktlich am Bus und wir konnten die Fahrt nach Bregenz beginnen. Erste Station dort war das Gelände der Bregenzer Festspiele. Die Bregenzer Festspiele sind ein Kulturfestival, das jährlich im Juli und August in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz stattfindet. Das Festival ist bekannt für die Schönheit der natürlichen Kulisse des Bodensees, überdimensionale Bühnenbilder, technische Kabinettstückchen und eine einzigartige Akustik. Hier befindet sich auch die weltweit größte Seebühne, auf den Tribünen finden bis zu 7000 Zuschauer Platz.
In der Gruppenführung konnte man vieles interessantes lernen und vor allem auch sehen. Die knapp 1-stündige Führung begann im Festspielhaus und führte uns dann auch auf die Seebühne, hier in der von den Zuschauern abgewandten Seite, wo man die ganze Technik bestaunen konnte. Der Chor formierte sich kurzerhand und wir sangen ein paar Lieder auf der Bühne. Im Anschluss an die Führung war wieder Freizeit angesagt die man in Bregenz ja super verbringen kann. Ob Strandpromenade, Innenstadt oder Kultur, es war für jeden etwas dabei.
Gegen 16:30 Uhr waren wieder alle Teilnehmer im Bus und wir fuhren in Richtung Dornbirn weiter. Dort erwartete uns eine Gondelfahrt zum in 976m Höhe gelegene Panorama-Restaurant auf dem Karren. Die Aussicht von dort oben war grandios, insbesondere auf den Bodensee (wenn man bedenkt dass eigentlich für den ganzen Tag regnerisches Wetter angesagt war). Auf der Aufsichtsplattform schmetterten wir vor den Anwesenden Besuchern ein paar Lieder die mit viel Beifall bedacht wurden. Zu uns gesellt hatte sich eine Frau aus Portugal die nun auch den Mut gefunden hatte vor dem Publikum ein Lied in Ihrer Heimatsprache sehr ausdrucksstark zu singen.
Danach nahmen wir Platz im Panorama-Restaurant indem man während der Zeit des Essens einen hervorragenden Blick auf die Bergwelt genießen konnte. Nach der Talfahrt und der Heimfahrt ins Hotel ging nun auch der 2. Tag des Ausfluges dem Ende entgegen.

Das Hauptziel des Ausfluges stand dann am Sonntag, den 20. August 2017 auf dem Programm, „Singen bei der Bergmesse auf der Klesenza Alpe“. Der Tag begann für die Reisegruppe recht früh, bereits um 6.30 Uhr war Frühstück angesagt, Koffer packen und im 7:15 Uhr schon die Abfahrt vom Hotel in Richtung Ludesch. Hier stiegen wir auf 3 Kleinbusse um da die Alpe nur mit kleineren Fahrzeugen zu erreichen ist. Von Ludesch fuhren wir weiter nach Sonntag und Buchboden, von Buchboden dann noch ca. 30 Minuten lang die abenteuerliche Straße hinauf zur Alpe (entgegenkommender Verkehr sehr unerwünscht…). Hier oben war es dann mit ca. 8 Grad recht frisch, aber zum Glück kein Regen. Der Erzbischof Stephan Burger war auch schon anwesend und begrüßte die Reisegruppe per Handschlag. Unser Dirigent Thomas Reisig absolvierte kurzerhand eine Standprobe für den Chor und suchte im Anschluss daran einen guten Platz zum Einsingen aus. Das Einsingen war sehr intensiv sodass wir gut vorbereitet auf den Beginn der Messe warteten (separater Bericht hierzu weiter unten). Das war schon ein sehr intensives Erlebnis eine Bergmesse in einer so herrlichen Landschaft zu erleben und zu umrahmen.
Der Hunger meldete sich so langsam zu Wort und nach einer Stärkung auf der Alpe hieß es Abschied nehmen, in verschiedenen Gruppen aufgeteilt den „abenteuerlichen“ Weg wieder bergab zurückzufahren und sich dann in Richtung Heimat aufzumachen. Via Bregenz, Memmingen, Ulm, Kreuz Feuchtwangen, Heilbronn führte uns der Weg staufrei zurück nach Rot wo wir dann gegen 21:00 Uhr ankamen. Schöne und erlebnisreiche 3 Tage gingen hiermit zu Ende.

Zum Schluss des Berichtes nochmals ein herzliches „Dankeschön“ an ALLE die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieses Ausfluges beigetragen haben. Wäre schön wenn wir in Zukunft wieder ein ähnliches Event organisieren könnten.

GV Frohsinn Rot bei der Bergmesse 2017 auf der Klesenza-Alpe mit Erzbischof Stephan Burger

Es war ein Bild wie bei der Bergpredigt. Über 1000 Pilger nahmen singend und betend von den Hängen rings um die Marienkapelle aus an der Bergmesse teil. Die Kapelle steht im Talkessel auf der Klesenza-Alpe am Fuße der Roten Wand  im Großen Walsertal, wo die Messe jedes Jahr aus Anlass des Kapellenpatroziniums seit 1954 stattfindet.
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Erzbischof Stephan Burger, feierte die heilige Messe in Konzelebration mit Pater Adalbert Schaller (Saarbrücken) und mit dem aus Rot stammenden Militärdekan Artur Wagner (München). Pfarrer Josef Karry aus Löffingen-Rötenbach gelobte in hoffnungsloser Situation beim  Kaukasus-Feldzug 1943, im Falle seiner Rettung, auch im Gedenken an seinen Bruder, der im Kaukasus auf grausame Weise verstarb, eine Kapelle zu errichten.
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Die Pilger kamen vor allem aus dem Schwarzwald und aus Löffingen, der Heimatpfarrei des Erzbischofs. Der Gesangverein Frohsinn Rot war aus seiner ehemaligen Pfarrei St. Mauritius Rot angereist. Von dort aus führte Stephan Burger seit 1998 das Vermächtnis von Pfarrer Josef Karry weiter, jedes Jahr eine Messe auf der Alpe zu zelebrieren.

In seiner Predigt bezog sich der Erzbischof auf die Botschaften und Prophezeiungen der Marienerscheinungen am 13. Mai 1917 in Fatima, die, wie er feststellte, auch nach 100 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Drei Prophezeiungen, wie der Zweite Weltkrieg, die Bekehrung Russlands und das dritte Geheimnis, das als Voraussage des Attentats auf Papst Johannes Paul II.gedeutet wird, haben sich bereits ereignet. Das Attentat auf den Papst fand am 13. Mai 1981 statt.

Für Pfarrer Karry blieb bei aller Brutalität und Grausamkeit, die er im Kaukasus erlebte, die Zusage der Gottesmutter von Fatima, dass ihr unbeflecktes Herz triumphieren werde. „Diese Kapelle“, so der Erzbischof, „ist Ausdruck dieses Triumphes, Zeichen des Sieges, und Zeichen des Lebens bei Gott“.

Neben den Osterberg-Bläsern aus Lenzkirch (Ltg. Matthias Laubeis), der Jagdhornbläsergruppe Markgräfler Land mit ihren Parforcehörnern (Ltg. Sebastian Wendler), umrahmte der Gesangverein Frohsinn Rot unter der Leitung von Thomas Reisig die festliche Messe bei hervorragender Bergakustik mit eindrucksvoll vorgetragenen liturgisch ausgewählten Chorbeiträgen.

(Bericht Kuno Schnader)