Doppelerfolg für den Männerchor des GV “Frohsinn“ Rot

Für den vergangenen Sonntag hatte sich der Chor viel vorgenommen: Nämlich gleich zwei Auftritte in Mauer und in Eiterbach einem Ortsteil von Heiligkreuzsteinach. Auf einen Schlag katapultierte sich der „Frohsinn“ nach vorn inmitten des Volkslieder-Wertungssingens. Die harte Arbeit mit seinem Dirigenten Thomas Reisig hat sich gelohnt und lässt aufhorchen. Nach 5-jähriger Abwesenheit vom Wertungssingen sind die Zuhörer verblüfft vom neuen Chorklang der Sänger aus Rot.

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Der MGV „Frohsinn“ 1863 Mauer feierte sein 150-jähriges Bestehen. Zum Freundschaftssingen im Festzelt hatten sich 24 Chöre angemeldet. Beim Wertungssingen beteiligten sich aber lediglich 8 Vereine in 4 Klassen. Mit drei Liedern trat der „Frohsinn“ auf: „Schieme“ einer, anspruchsvollen Vertonung von Arnold Kempkens über einen Schwank eines liebestollen jungen Mannes, „Weit, weit weg“ von Lorenz Maierhofer, einer modernen Komposition über die Sehnsucht eines jungen Mannes nach seiner Liebsten, in österreichischem Dialekt gesungen und dem Spiritual „ I want to be a Christian“ von Emil Rabe. Den Auftakt zu diesem Chor sangen die drei Solisten Joachim Classen, Dieter Stegmüller und Alexander Linder. In der Klasse M 3 mit 33-39 Sänger belegte der MGV mit ausgezeichneter Bewertung einen 2. Platz.

Aber das Mekka des Chorgesanges scheint im Odenwald zu sein. Umfangreicher und anspruchsvoller war das Aufgebot bei dem kleine Eiterbach mit 619 Einwohnern. Der einzige Verein „MGV 1888 Eiterbach“ hat 235 Mitglieder, davon 40 Sängerinnen und 30 Sänger. Der ursprüngliche keltische Namen „Enteraha“ wurde in einer von König Heinrich II. gemachten Schenkung an das Kloster Lorsch 1012 erstmals erwähnt. Seit 1935 ist es Ortsteil der Gemeinde Heligkreuzsteinach, die in einer grandiosen Umgebung über die Örtlichkeiten verfügt, so einen Festakt zum 125-jährigen Jubiläum durchzuführen.

Beim Freundschaftssingen im Festzelt am 29.6. nahmen 15 Vereine teil. In der Steinachtalhalle fand ebenfalls am Samstag ein Chorwettbewerb mit 21 Vereinen statt, der von den Wertungsrichtern Prof. Michael Schmoll und Jürgen Fassbender geleitet wurde. Am Sonntag verlief in der Halle mit 13 Chören und parallel dazu im Festzelt mit 30 Vereinen das Volkslieder-Wertungssingen. Die Roter Sänger konnten in der M 3 Klasse unter 5 fünf Wettbewerbern den 3. Preis erringen.

Diese Erfolge ermutigen den MGV außerordentlich. Er stellt sich schon auf das kommende Wochenende ein:  das 25-jährige Dirigentenjubiläum von Thomas Reisig bei der Harmonie Brombach-Kröckelbach, wieder im Odenwald.

Ausflug des GV „Frohsinn“ Rot zur historischen Stadt Oppenheim in Rheinhessen

Als der Bus sich am Samstag , den 15.06.13 mit ca. 40 Insassen in Bewegung setzte, lachte die Sonne. Mit dabei waren die Sänger mit ihren Ehefrauen, die jüngeren Sänger als Singles wie auch einige Damen des Frauenchores. Auf der A61 ging es linksrheinisch nordwärts. Noch kurz vor Worms wurde ein Halt gemacht und im Nu war ein herzhaftes Frühstücks-Büffet angerichtet, das die Geister weckte und die Stimmung hob.

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Die Stadt Oppenheim liegt zwischen Rhein und Reben 15 km vor Mainz. Halbkreisförmig ist die Stadt zu den Weinbergen hoch gebaut. Am Rheintorplatz verließen wir den Bus und spazierten bergauf in Richtung der beiden Kirchen, Marktplatz, Rathaus, und dem Deutschen Weinmuseum in der Merianstraße, dem Zentrum der Altstadt mit seinen hübschen Fachwerkhäusern. Schon von den Römern gegründet, erhielt die aufstrebende Siedlung 1225 den Rang einer Freien Reichstadt. Doch im Zuge des Kurpfälzischen Erbfolgekrieges wurde Oppenheim 1689 von General Melac zerstört. Bewundernswert ist die Katharinen-Kirche (13. Jh.), deren hohe Kirchenfenster mit ihren biblischen Themen eine strahlende Farbenpracht entwickeln. Zwischen dem Kölner Dom und dem Straßburger Münster gehört sie zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten. Den Gipfel der Stadt bildet die heutige Burgruine Landskrone, die von den Deutschen Kaisern als Durchgangs-Aufenthalt benutzt wurde, um einige Tage Hof zu halten, ehe sie mit ihrem Tross zur nächsten Kaiserpfalz weiterzogen.

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Das Einmalige der Stadt Oppenheim ist aber „die Stadt unterhalb der Stadt“: ein Labyrinth von Treppen, Gängen und Tonnengewölben. Der Untergrund, bestehend aus Löß und Kalksteinen, erlaubte ein Graben, das im 13. Jh. begann. Mit einem kompetenten Gästeführer und mit Helmen geschützt, begaben wir uns 1 1/2 Stunden in diese Unterwelt und erfuhren Vieles über die Geschichte der Stadt. 420 m der Gänge sind touristisch erschlossen, weitere 6000 qm könnten noch enträtselt werden. Wohlhabende Bürger hatten ihre Zugänge zu den Weinlagern, und den Bewohnern der Stadt dienten sie als Fluchtkeller.

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Unser 2. Highlight war dann die Fahrt auf den vom Traktor gezogenen Planwagen. Dabei wurden verschiedene Weine kredenzt und es wurde immer „feucht-fröhlicher“. Je höher wir kamen desto weiter war der Ausblick über die Stadt, das Rheintal und am Horizont der Taunus oder die Skyline von Frankfurt.

Am höchsten Aussichtspunkt gab es „Weck und Worscht“. Unser Großwinzer informierte über die Probleme des modernen Weinbaus. In riesigen Parzellen werden von den Weinbauern Güter von 20-80 ha Rebland bewirtschaftet: überwiegend Riesling, Weißburgunder und Müller-Thurgau. Am „Krötenbrunnen“ (berühmte Weinlage) wurden Weißbrot und Käse gereicht und ein Rotwein verkostet. Hier war die richtige Kulisse einige Lieder zu singen, so gut es noch ging.

Wieder am Rheintorplatz angelangt, erwartete uns schon unser Bus zur Heimfahrt. Der Ehrenvorsitzende Willi Stegmüller bedankte sich bei den Organisatoren dieses gelungenen Ausfluges: Sieglinde Steinhauser und Michael Thome und bei allen , die an der Fahrt teilgenommen haben. Er drückte aus, dass sie allen Freude bereitet habe und dabei viel Lehrreiches und Informatives zu erfahren war. Nicht zuletzt dankte er auch der Fa. Weis für die sichere Hin- und Rückfahrt. Im Vereinsheim Gasthaus „Zur Sonne“ wurde abschließend noch das Abendessen eingenommen.

Gareth Griffith zum Ehrenmitglied ernannt

In der Singstunde vom 12. Juni wurde das langjährige Mitglied Gareth Griffith zum Ehrenmitglied ernannt. In einer kurzen Ansprache ließ der 1. Vorstand Andreas Geider die Stationen im Vereinsleben unseres neuen Ehrenmitgliedes Revue passieren.

Gareth Griffith ist britischer Staatsbürger und war jahrzehntelang beruflich in Heidelberg tätig. Im Alter von 30 Jahren trat er 1978 als aktiver Sänger im 1. Tenor dem Frohsinn Rot bei und war einer der Organisatoren der unvergessenen Wales-Fahrt des Vereins im Jahre 1981.

Für aktives Singen konnte er folgende Ehrungen entgegennehmen: 10, 20, 25 (Badischer Chorverband) und 30 Jahre in unseren Reihen. Im Jahre 2009 verschlug es ihn beruflich nach Oslo in Norwegen, wo er heute noch arbeitet. Leider war dadurch die aktive Mitgliedschaft beendet, aber Gareth hielt den Kontakt auch als passives Mitglied von Norwegen aus mit Mitgliedern des Männerchores aufrecht. Dass er schon 30 Jahre aktiv gesungen hatte und in den letzten Dezembertagen dieses Jahres 65 Jahre alt wird, wurde vom Verein zum Anlass genommen, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Schnitt für Ortsblatt

Sein seltener Besuch in Rot an diesem Tage bot dazu die Gelegenheit und die beiden Vorstände Andreas Geider und Michael Thome überreichten dem völlig überraschten Gareth die Ehrenmitgliedsurkunde sowie ein Weinpräsent. Beide wünschten ihm weiter Gesundheit und Wohlergehen für die Zukunft.